Donnerstag, 14. September 2017

Warnstreik für Tarifvertrag und verlässliche Arbeitsbedingungen!



Warnstreik bei Schoder Druck!



Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo wir uns nicht mehr alles gefallen lassen, so der Tenor von vielen Kolleginnen und Kollegen bei Schoder Druck in Gersthofen.

Heute war es soweit. Am 12. September legten die Beschäftigten für 24 Stunden die Arbeit nieder und folgten dem Warnstreikaufruf von ver.di.
Eine fehlende Tarifbindung, deutlich niedrigere Löhne und Gehälter, weniger Urlaub und unbezahlte Arbeitszeit bei Neueinstellungen, Verweigerung und Verschiebung von Entgelterhöhungen und zuletzt geforderte massive Verschlechterungen aller Arbeitsverträge brachte dann das Fass zum Überlaufen.

Die breite und überwältigende Antwort der Beschäftigten ist eindeutig: „Wir lassen uns dies nicht mehr gefallen – wir fordern einen Tarifvertrag! 
Weitere Informationen und Bilder unter:



Freitag, 8. September 2017

Ganz aktuell - ver.di Augsburg kompakt September 2017!











Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neue Ausgabe von ver.di Augsburg ist mit folgenden Themen online geschaltet:

  • Demonstration der ver.di Jugend gegen Rechts
  • Aktuelles von Schoder Druck, Gersthofen
  • Unglaublicher Erfolg bei Lidl in Graben
  • Wählen gehen – Rente stärken!
  • Ver.di Rechtsschutz erstreitet Überstundenzuschläge für Teilzeitkräfte

 Diese Ausgabe findet ihr auch auf unserer Internetseite: www.augsburg@verdi.de  oder



Mit den besten Grüßen
ver.di Bezirk Augsburg






Montag, 4. September 2017

Wirtschaftspolitik - Ver.di aktuell

Reichtum umverteilen!

 

Wer hat, dem wird gegeben! Besonders gilt dies bei Erbschaften und Schenkungen. Nur in 1,5 Prozent der Fälle betragen sie über 500.000 Euro. Doch diese machen ein Drittel der Gesamtsumme aus. 98 Prozent der Bevölkerung werden nie in ihrem Leben Erbschaftsteuer zahlen. Das ist auch gut so.

Ein Skandal ist jedoch, dass auch superreiche Unternehmerfamilien in aller Regel so gut wie keine Erbschaftsteuer zahlen müssen.

Im Jahr 2016 wurden etwa 110 Milliarden Euro zur Erbschaft- und Schenkungsteuer veranlagt. Davon waren 60 Milliarden Euro, also über die Hälfte, Betriebsvermögen und große Aktienpakete. 97 Prozent davon wurden aufgrund einer Begünstigung für diese Vermögensarten völlig steuerfrei gestellt. Begründung: „Arbeitsplätze schützen“. Belege der Notwendigkeit: Null.

Wären diese Vermögen nur mit 20 Prozent besteuert worden, wären 2016 knapp 12 Milliarden Euro zusätzlich in die öffentlichen Kassen geflossen. Davon könnten etwa 250.000 Vollzeit-Erzieher/innen bezahlt werden.

Das Bundesverfassungsgericht erklärte die Steuerbefreiungen für Riesenvermögen für grundgesetzwidrig und erzwang so eine Reform. Doch diese ist weitgehend Kosmetik. Die Bundesregierung hat willfährig die Lobby der Superreichen bedient. Sie geht selbst davon aus, dass diese mit Abstand größte Steuersubvention auch künftig hohe Milliardenbeträge kosten wird.

Ver.di fordert deshalb: Erbschaften und Vermögen in Millionenhöhe müssen endlich besteuert werden!
 
 
 
 

Montag, 28. August 2017

So doof muss man erst mal sein!

Gar nicht doof, sondern sehr cool!

Schaut her, was wir auf der Seite unserer Freunde von Hugendubel entdeckt haben...

Für alle Gewerkschafts-Interessierten lohnt sich der Blick auf den Verdi Hugendubel Blog ohnehin immer wieder. Dort findet man interessante Beiträge über die Situation im Buchhandel und vieles mehr.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Hier geht's zum Hugendubel Verdi Infoblog
 
 
 
 

Montag, 21. August 2017

Investitionen benötigt!


Seit vielen Jahren wird in Deutschland zu wenig investiert.
Die Folgen: Schulgebäude aus der Steinzeit, Mangel an bezahlbarem Wohnraum, langsames Internet in ländlichen Regionen, marode Verkehrsnetze. Eine solche Politik hemmt Teilhabe und wirtschaftliche Entwicklung. Unsere Kinder und Enkelkinder werden die verpassten Investitionen ausbaden müssen – Generationengerechtigkeit geht anders!

Jahrzehntelang wurden Ausgaben für Infrastruktur gekürzt und Stellen in öffentlichen Verwaltungen abgebaut. Dadurch fehlte nicht nur Geld für dringend benötigte Investitionen, sondern auch das Personal, um sie umzusetzen. Allein die Kommunen haben heute Finanzierungsbedarfe von 126 Milliarden Euro. 

Auch im europäischen Vergleich bleibt Deutschland damit weit unter seinen Möglichkeiten. Länder wie Frankreich, Großbritannien oder die Niederlande investieren deutlich mehr in ihre Infrastruktur.

Deutschland muss seinen Investitionsstau abbauen. Dazu dürfen Schuldenbremse, Fiskalpakt und die „schwarze Null“ aber nicht weiter wie der heilige Gral gehütet werden. Der Staat kann Kredite so zinsgünstig aufnehmen wie nie – dies gilt es zu nutzen. Auch dürfen deutliche Steuererhöhungen auf große Einkommen, Vermögen und Gewinne nicht länger tabu sein. Bund, Länder und Kommunen müssen wieder ausreichend handlungsfähig werden. Sonst droht ein weiteres Kaputtsparen der Infrastruktur.




Mittwoch, 9. August 2017

Entgeltrunde 2017 für die Beck’sche nach Gutsherrenart…


Die Druckerei steht bestens da – wo bleiben die Entgelterhöhungen?

Nach dem Ausstieg aus den Tarifverträgen aus der Druckindustrie im April 2011 ist das so eine Sache mit den Entgelterhöhungen in der Beck’sche. Als Tarifverträge in dem Traditionsunternehmen noch kein Fremdwort waren (für die GL ein Unwort), gab es die zwischen den Tarifpartnern ausgehandelten Erhöhungen in der Regel jährlich. Insbesondere für Gewerkschaftsmitglieder bestand ein Rechtsanspruch. Diese Zeiten gehören aber aktuell der Vergangenheit an. Leidtragende dieses tariflosen Zustandes sind die Beschäftigten, aber auch der Betriebsrat.
Die letzte Erhöhung gab es für die Druckerei am 01.11.2015. Auf der Betriebsversammlung im Dezember 2016 kündigte der damalige Interims-Druckereileiter Herr Zoller noch an, dass es Entgelterhöhungen für 2017 geben soll. Man wolle allerdings dem neuen Druckereileiter nicht vorgreifen, so Herr Zoller. Herr Matthiesen als neuer Chef ist mittlerweile nun schon seit Januar 2017 Druckereileiter.

Statt Tarifanspruch ist nun kollektives Betteln angesagt!
Die Geschäftsleitung entscheidet nun allein, ob es überhaupt eine Entgelterhöhung gibt, wann und in welcher Höhe! Man könnte auch sagen, Beck’sche Entgelterhöhungen gibt es nach Gutsherrenart.

Mitbestimmung und Betriebsrat?
Im Rahmen seiner Mitbestimmungsrechte hat der Betriebsrat bei Entgeltfragen, also Lohnerhöhungen mitzubestimmen. Das bedeutet,  Arbeitgeber und Betriebsrat haben in Gesprächen einen tragfähigen Kompromiss für die Beschäftigten zu finden.
Das ist die gesetzliche Vorgabe! Bei Nichteinigung entscheidet die Einigungsstelle, so der gesetzliche vorgesehene Weg.

Und wie läuft es in der Beck’sche?
Dem Betriebsrat wird eine ausformulierte und unterschriebene Betriebsvereinbarung von der GL vorgelegt. Diskussionen sind möglich, aber überflüssig -  Änderungswünsche kann sich der Betriesrat in der Regel sparen.
Nach dem Motto: Wenn der Betriebsrat die vorgelegte Betriebsvereinbarung so nicht akzeptiert, dann gibt es eben keine Entgelterhöhungen für die Beschäftigten! Schuld ist natürlich: der ewige Störenfried Betriebsrat! So wird ein erheblicher Druck auf den Betriebsrat ausgeübt, das Mitbestimmungsverfahren mehr oder weniger ignoriert und der Arbeitgeber macht unter der Belegschaft massive Stimmung gegen die gesetzliche Interessenvertretung.
Das versteht man im Haus C.H. Beck unter vertauensvoller Zusammenarbeit der Betriebsparteien, so sieht gelebte Mitbestimmung im Hause C.H. Beck aus, dem Unternehmen mit über 250jähriger Tradition und Geschichte.

Behinderung der Betriebsratsarbeit – Beck’sche ein Wiederholungstäter…
Man kann durchaus die Auffassung vertreten, dass diese gelebte Praxis der „Mitbestimmung“ eine Behinderung der Betriebsratsarbeit darstellt. In der Beck’sche ist diese Art der Behinderung des Betriebsrats kein Einzelfall, sondern trauriger Alltag.
Bereits das Arbeitsgericht Augsburg und das Landesarbeitsgericht München (Beck Blog / Post vom 10.02.2017 und 07.12.2013) haben rechtskräftig in durchaus vergleichbaren Verfahren entschieden, dass das Verhalten der Geschäftsleitung gegen das Gebot der vertrauensvollen Zusammenarbeit verstößt und geeignet ist, die Belegschaft in die Auseinandersetzung mit dem Betriebsrat einzubeziehen.

Wie viele Gerichtsurteile braucht die Nördlinger Geschäftsleitung eigentlich noch, um einzusehen, dass man so mit dem gesetzlichen Betriebsverfassungsorgan Betriebsrat nicht umgehen kann.
Oder kommt die Einsicht erst dann, wenn ein Ordnungsgeld vollstreckt wird?

Gute Löhne und Gehälter!
Tarifverträge schützen – Tarifverträge nützen!