Mittwoch, 26. April 2017

1. Mai – Tag der Arbeit!



Maikundgebungen im Landkreis Donau-Ries

Nördlingen, 1. Mai 2017, 10:30 Uhr, Kundgebung
Kulturzentrum Ochsenzwinger
Redner: Werner Glonning, DGB Kreisvorsitzender Günzburg

Donauwörth, 1. Mai 2017, 10:00 Uhr, 1. Mai-Veranstaltung/Kundgebung
Demonstrationszug von der Stadtpfarrkirche durch die
Reichsstraße zum Zeughaus, 10:15 Uhr Kundgebung
Redner: Roberto Armelini, 2. Bevollmächtigter IGM Augsburg

Wemding, 1. Mai 2017, 10:00 Uhr, Kundgebung
Rathaus Wemding,                                                                    
Redner: Rudi Kleiber, stellvertr.Geschäftsführer ver.di Augsburg

 
Wir sind viele.

    Wir sind eins.
 

Mittwoch, 19. April 2017

Überzeugen, verhandeln, streiken

Wie die Belegschaft bei der Verpackungsfirma Freund in Nordhausen den Tarifvertrag durchsetzte

Die jüngste DRUCK+PAPIER steckte kaum im Briefkasten, da meldete sich André Jäger. »Mit großem Interesse und auch ein bisschen Begeisterung habe ich euren Aufruf in der neuen DRUCK+PAPIER gelesen. Das ist wirklich ein toller Vorstoß und ich möchte gleich etwas beisteuern.« Wir hatten die Leser/innen aufgefordert, uns Themen zu schicken, die wir recherchieren. Ist der Beitrag für viele interessant, wird der Text veröffentlicht.

André Jäger hat schon in etlichen Betrieben als Drucker gearbeitet. Aber »in fast 20 Arbeitsjahren bin ich noch nie in den Genuss des Tariflohns gekommen.« Wie kommt man raus aus der Tariflosigkeit? Wie wird eine Belegschaft so stark, dass sie Veränderungen erreichen kann? Das möchte er von DRUCK+PAPIER wissen.
 

Detlef Kreiter hat einen nach dem anderen für ver.di geworben. Nach fünf Jahren war es geschafft: Es gibt einen Haustarifvertrag.

Kaum ein Mitglied
Das hat sich auch Detlef Kreiter gefragt. Er ist Versandleiter bei der Verpackungsfirma Freund im thüringischen Nordhausen. Dort war die Belegschaft unzufrieden: dauernde Wochenendarbeit, unregelmäßige Schichten, eine 40-Stunden-Woche, nur vier Wochen Urlaub, kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld und schlechte Bezahlung. Die meisten der damals etwa 70-köpfigen Belegschaft verdienten um die 8,50 Euro, mal etwas mehr, mal etwas weniger. Den gesetzlichen Mindestlohn gab es noch nicht.

Der Unterschied zum Tarifvertrag der Papierverarbeitung hätte kaum größer sein können. Wie sollte es gelingen, den Eigentümer zu Tarifverhandlungen zu bewegen? Zumal fast niemand Mitglied der Gewerkschaft war. Außer Detlef Kreiter war nur noch ein Kollege bei ver.di organisiert. Doch der blieb lieber unerkannt. Sieben Jahre ist das her.
Heute gilt ein Haustarifvertrag. Drei Viertel der Beschäftigten sind Mitglied bei ver.di. Dazwischen lagen mehr als fünf Jahre Überzeugungsarbeit: reden, werben, verhandeln. Allein die Verhandlungen mit der Geschäftsführung hatten zwei Jahre gedauert, hinausgezögert von den gegnerischen Anwälten, blockiert durch den Wechsel von drei Geschäftsführern. Die Firma Freund war zwischenzeitlich von der Weig-Gruppe übernommen worden.

Zurück ins Jahr 2010. Aus dem Stammsitz der Firma Freund im niedersächsischen Georgsmarienhütte waren Gerüchte nach Thüringen geschwappt. Unternehmensberater wären dort im Betrieb. Von Personalabbau war die Rede, die Standorte Krefeld und Dresden wurden geschlossen. Der Berater, den ver.di zur Unterstützung für Georgsmarienhütte hingezogen hatte, riet den Thüringern: »Ihr müsst rein in ver.di!«
Du, wir brauchen dich
Dem Rat ist Detlef Kreiter gefolgt. Einen nach dem anderen wirbt er für die Gewerkschaft, damals noch als Betriebsratsvorsitzender, später als Tarifkommissionsmitglied, heute macht er als Vertrauensmann weiter. Er ist auf die Kolleg/innen im Betrieb zugegangen, offen, ohne sich zu verstecken, du, wir brauchen dich. Stur sei er, zäh und hartnäckig, sagt Monika Helfensritter von ver.di in Erfurt.
»Mehr als fünf Jahre haben wir im Landesfachbereich daran gearbeitet, dass die Belegschaft heute einen Tarifvertrag hat.« ver.di lud zu Mitgliederversammlungen ein, wählte eine Tarifkommission, schulte die Mitglieder. Doch erst als die Belegschaft zwei Stunden lang die Arbeit niederlegte, hat die Geschäftsleitung den Haustarifvertrag unterzeichnet.

Arbeitszeit, Jahressonderzahlung und Lohn werden stufenweise verbessert. 2019 gibt es die 37-Stunden-Woche und die tarifliche Jahressonderzahlung von 95 Prozent; 30 Urlaubstage sind schon nächstes Jahr fällig. Dann gibt es auch den vollen Tariflohn. Ein Erfolg, sagt Monika Helfensritter. Stimmt, pflichtet ihr Detlef Kreiter bei. Allerdings ärgert ihn eines maßlos: Dass Kollegen, die nicht in ver.di eintreten, dennoch Tarifleistungen erhalten.
Gesprächsstoff
André Jäger wird die aktuelle DRUCK+PAPIER im Betrieb verteilen. Denn wenn etwas drinsteht über die Situation in anderen Betrieben, dann sei das am nächsten Tag Thema bei den Kolleg/innen. »Die Zeitung hat das Potenzial zum Aushängeschild der Gewerkschaft zu werden.«
Text: Michaela Böhm; Foto: privat

Wenn ihr selbst ein Thema habt – schreibt uns: Ihr bestimmt, wir recherchieren.  drupa@verdi.de
 
 
 

Donnerstag, 13. April 2017

Aktuelles zur Kündigung des Betriebsrats bei LIDL und dem Warnstreik bei Amazon!

Handelskonzern LIDL verliert am Arbeitsgericht Augsburg - Betriebsrat darf nicht gekündigt werden!

Das radikale Vorgehen des Handelskonzern LIDL gegen demokratisch gewählte Betriebsräte wurde am 13.4.2017 vom Arbeitsgericht Augsburg gestoppt. Lidl darf das betroffene Betriebsratsmitglied nicht kündigen. Das Arbeitsgericht Augsburg hat nach knapp einstündiger Verhandlung entschieden, dass die Zustimmung zur fristlosen Kündigung des Betriebsratsmitglieds nicht erteilt wird.

 


Der zuständige ver.di Gewerkschaftssekretär, Thomas Gürlebeck, und der Lidl Betriebsrat fühlen sich mit der Entscheidung des Arbeitsgerichts voll und ganz in ihrer Auffassung bestätigt. „Lidl durfte heute die Erfahrung machen, dass Betriebsratsmitglieder einen besonderen hohen Schutz auf Grund Ihrer Tätigkeit haben und nicht auf Verdacht fristlos gekündigt werden dürfen“, so Thomas Gürlebeck.

„ Demokratie und Mitbestimmung dürfen vor dem Betriebstor nicht enden. Der Betriebsrat und ver.di gehen jetzt davon aus, dass die Lidl Geschäftsführung die Jagd auf Betriebsräte beendet und zukünftig im Interesse der Beschäftigten auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Betriebsrat und ver.di wert legt“, so Gürlebeck ab-schließend.



Ver.di dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der heutigen Demonstration vor dem Arbeitsgericht Augsburg, sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern der Postkartenaktion.

Augsburg, 13.4.2017.
Thomas Gürlebeck, ver.di Augsburg


Streiks bei Amazon in Graben werden unermüdlich fortgesetzt - Tarifverträge schützen vor Altersarmut!

Im Kampf um existenzsichernde Arbeitsbedingungen und gegen die drohende Altersarmut durch Tarifverträge bei Amazon, werden die Beschäftigten am Amazon Standort in Graben bei Augsburg am Donnerstag, den 13.4.2017 mit der Frühschicht erneut zum Streik aufgerufen. Gerade im Kampf um gute und gesunde Arbeit sind diese existenzsichernden Tarifverträge ein zentraler Schritt.

 „Die Beschäftigten bei Amazon sind genau diejenigen, die im Alter von der Altersarmut betroffen sind und, dass Amazon nach wie vor Tarifverhandlungen ablehnt, ist schon frech. Höhere Einkommen z.B. durch tarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind für die Amazon Beschäftigten heute schon von Bedeutung. Zentral ist, dass solche tarifvertraglichen Leistungen ein wichtiger Schritt gegen die drohende Altersarmut darstellt “, erklärte Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben.

 


„Neben den monetären Aspekten sind Tarifverträge auch ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für die Kolleginnen und Kollegen“, so Gürlebeck weiter. „Uns wurde berichtet, dass es in einzelnen Abteilungen ein Redeverbot für die Beschäftigten gibt. Andere Beschäftigte berichten uns, dass ihnen vorgerechnet wurde, wie lange sie für den Toilettengang brauchen dürfen. Das hat mit einem respektvollen und menschlichen Umgang nichts zu tun. Auch das muss sich ändern, “ so Gürlebeck abschließend.

 

 

Der Kampf um existenzsichernde Tarifverträge bei Amazon hat nicht nur elementare Bedeutung für die Beschäftigten bei Amazon selbst, sondern für den gesamten Einzelhandel. Wenn transnationale Konzerne sich Wettbewerbsvorteile auf dem Rücken der Beschäftigten verschaffen, heizt dies den ruinösen Verdrängungswettbewerb im Handel noch weiter an“, so Hubert Thiermeyer, Leiter in ver.di für den Han-del in Bayern.


„Amazon diktiert momentan einseitig die Löhne, überwacht die Beschäftigten und setzt sie gesundheitsschädlichem Leistungsdruck aus. Viele Kunden und Beschäftigte akzeptieren dies auf Dauer nicht“, erklärte Hubert Thiermeyer.

 


Graben bei Augsburg, 13.04.2017
Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter



 
Frohe Ostern und schöne Osterfeiertage
wünscht Euch Eure Bog-Redaktion
 
 




Freitag, 7. April 2017

Ver.di Augsburg kompakt Nr. 4 erschienen


Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

ab 2017 erscheint monatlich der bezirkliche Newsletter des ver.di Bezirks Augsburg „ver.di kompakt“.

Mit dem neuen monatlichen Newsletter wollen wir Euch insbesondere über unsere regionalen Aktivitäten in Betrieben, Dienststellen und Ortsvereinen informieren.
 
Die neue Ausgabe April 2017 hat u. a. folgende Themen:

  • Appl-Imperium schlägt wieder mal zu – oder wie man gegen einen Betriebsrat vorgeht / fertig macht
  • Fachbereich Ver- und Entsorgung startet Befragung zur Belastung bei den Stadtwerken Augsburg
  • 12. Mai 2017 Internationaler Tag der Pflege – Zentrale schwäbische Demonstration der schwäbischen Pflegekräfte und Abschlusskundgebung in Augsburg
  • Das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
  • 1. Mai 2017 – Veranstaltungskalender

Ver.di kompakt findet ihr unter: www.augsburg.verdi.de

Mit besten Grüßen
ver.di Bezirk Augsburg

 
 

Freitag, 31. März 2017

RECHT SO!

Recht auf Elternteilzeit

Flexibilisierung ist zum Zauberwort der Arbeitswelt geworden. Diese zugunsten von Beschäftigten auszulegen, bleibt jedoch ein streitbarer Punkt. Ein Beispiel über einen Elternzeit-Antrag zeigt den Handlungsbedarf.

Elternzeit ist sowohl für Kinder als auch für Eltern gut. Doch geht diese Zeit mit Entgeltverlusten einher, da das Arbeitsverhältnis offiziell ruht und Elterngeld die finanziellen Einbußen nicht vollends ausgleichen kann. Aus diesem Grund begehrte ein Operator bei seinem Arbeitgeber eine Teilzeitbeschäftigung während seiner Elternzeit – somit wird aus diesem Rechtsverhältnis eine Elternzeit. Den entsprechenden Antrag des Vaters von drei Kindern und alleinigem Einkommensverdiener in seiner Familie lehnte der Arbeitgeber jedoch ab. Die Unternehmensleitung führte erhöhte Fehlzeiten des Beschäftigten in der Vergangenheit und vor allem dringende betriebliche Gründe an. Sie weigerten sich, die Arbeitszeitverringerung von 35 auf 23,33 Wochenstunden zuzustimmen.

Dringende betriebliche Gründe
Matthias Meister vom DGB Rechtsschutz Büro Regensburg vertrat den Mandanten vor dem Arbeitsgericht. „§ 15 Abs. 7 Bundeserziehungsgeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) regelt die Verringerung der Arbeitszeit. Demnach können dringende betriebliche Gründe dem Anspruch entgegenstehen“, so der Rechtsschutzsekretär. In einem großen Unternehmen mit über 3.000 Beschäftigten am Standort hielt die Arbeitgeberbegründung dem Urteil der Richter/innen nicht stand. Es existierte zu dem Zeitpunkt der Antragstellung zwar eine Betriebsvereinbarung zur Reduzierung auf 17,5 Wochenstunden. Einem so großen Unternehmen müsse es aber möglich sein, auch andere Lösungen für die Beschäftigten zu finden, so die Richter/innen. Etwaige Koordinierungsprobleme reichten für die Dringlichkeit der angeführten betrieblichen Gründe nicht aus.

Flexible Lösungen
Parallel zu dem Verfahren trat eine neue Betriebsvereinbarung mit flexibleren Teilzeitmöglichkeiten in Kraft. „Das war nicht relevant, da das Recht aus dem BEEG in diesem Fall über den betrieblichen Bedenken des Arbeitgebers stand“, so Matthias Meister. In erster Instanz gaben die Richter/innen dem Mandanten Recht.

Das Großunternehmen zog dennoch vor die zweite Instanz – und übte somit finanziellen Druck aus. Der Kläger hatte während des ersten Verfahrens, das sich über neuen Monate hinzog, keine Einkünfte außer Hartz IV. Daher endete der Streitfall letztlich mit einem kuriosen Vergleich. Der Operator arbeitet seit Januar dieses Jahres wieder in Vollzeit. „Weitere finanzielle Belastungen hätte die fünfköpfige Familie nicht mehr verkraften können“, so der Rechtsschutzsekretär. „Dem Kläger war letztlich wichtiger, seine Familie ernähren zu können.“

VEREINBARKEIT VON KINDERERZIEHUNG UND BERUF
Das Bundeserziehungsgeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) soll Eltern Zeit für die Kindererziehung ermöglichen und finanzielle Einbußen reduzieren. In Haushalten mir nur einem Einkommen reichen die finanziellen Möglichkeiten durch das Elterngeld dennoch oft nicht aus. § 15 Abs. 7 BEEG regelt daher ausdrücklich den Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit. Diesen können nur dringende betriebliche Gründe entgegenstehen, die vom Arbeitgeber schriftlich und klar verständlich vorgebracht werden müssen. Erfüllt der Arbeitgeber seine Unterrichtungspflicht für den Ablehnungsgrund nicht fristgerecht, gilt die Zustimmung als erteilt.

 
 
 

Donnerstag, 23. März 2017

Job-Märchen Agenda 2010



SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will die Agenda 2010 korrigieren. Arbeitslose sollen künftig länger Geld bekommen. Dafür wurde er von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hart kritisiert: Die SPD solle aufhören, sich für die Agenda-Politik zu schämen. Schließlich hätten Schröders Arbeitsmarkt- und Sozialreformen mehr Menschen in Arbeit gebracht.

Tatsächlich entstanden seit den Hartz-Reformen rund 4,5 Millionen neue Jobs. Hat die Agenda- Politik also ein Job-Wunder geschaffen? Nein.
Wenn Unternehmen Vollzeitjobs in Teilzeit-oder Minijobs aufspalten, gibt es mehr Arbeitsplätze. In den letzten 15 Jahren entstanden über vier Millionen zusätzliche Teilzeit-Jobs. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten liegt dagegen noch unter dem Stand von 2002. Zugleich verdreifachte sich die Zahl der in Leiharbeit Beschäftigten auf eine Million.

Der angebliche Beschäftigungsboom sprengte nie den Rahmen einer normalen Konjunkturerholung. Nicht Arbeitsmarktreformen, sondern das wirtschaftliche Wachstum der letzten Jahre hat zu mehr Erwerbstätigkeit geführt.

Die Agenda-Politik hat nicht mehr Arbeit, sondern Millionen schlecht bezahlte und unsichere Jobs geschaffen. Es ist Zeit das zu ändern!
Dazu gehört mehr: Befristungen, Leiharbeit und Werkverträge müssen eingegrenzt werden! Sanktionsfreie Mindestsicherung statt Hartz IV!

Der Mindestlohn muss erhöht, Tarifverträge
und Arbeitnehmerrechte müssen gestärkt werden!
 
 
 
 

Donnerstag, 16. März 2017

Armut im Alter – ein reales Szenario!

Rente muss für ein gutes Leben reichen!

 
Von 2000 bis heute ist das Rentenniveau um 10% gesunken. Bis 2030 wird es, um weitere 8% absinken. Das ist nicht hinnehmbar!
 
Deshalb kämpfen der DGB und seine Gewerkschaften für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik.

  • wie soll dieser Kurswechsel aussehen?
  • wie kann er finanziert werden?
  • wie sehen die konkreten Vorschläge des DGB aus?

Referat und Diskussion
mit   Ludwin Debong,
alternierender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Schwaben

Wann/wo: Mittwoch, 22. März 2017 – 19.00 Uhr
Nördlingen, DGB-Jugendheim, Nürnberger Str.1, 86720 Nördlingen


Darüber wollen wir informieren und diskutieren.
Auch du bist dazu herzlich eingeladen.
 
 

Samstag, 11. März 2017

DGB Rechtsschutz erstreitet 33,8 Millionen Euro für bayerische Gewerkschaftsmitglieder


„Auch 2016 wieder tausenden Beschäftigten zu ihrem Recht verholfen“ 

Die DGB Rechtsschutz GmbH erstritt im Jahr 2016 insgesamt 33,8 Millionen Euro (2015: 34,8 Millionen Euro) für Gewerkschaftsmitglieder in Bayern. Den größten Anteil daran hatten erfolgreich abgeschlossene Verfahren im Arbeitsrecht (26,9 Millionen Euro).
An zweiter Stelle folgten Streitigkeiten im Sozialrecht (6,4 Millionen Euro). Verwaltungsrechtliche Verfahren spielten hingegen eine geringere Rolle (0,5 Millionen Euro).

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, zieht eine positive Bilanz:
„Der DGB Rechtsschutz verhalf auch im vergangenen Jahr wieder tausenden Beschäftigten zu ihrem Recht. Gewerkschaftsmitglieder werden in schwierigen Situationen im Arbeitsleben, z.B. bei Kündigung oder der Nichtzahlung von Arbeitsentgelten, nicht allein gelassen, sondern erfahren Unterstützung, im Betrieb und vor Gericht. Der Rechtsschutz ist Teil dieser gelebten Solidarität der Gewerkschaften.“

Die DGB Rechtsschutz GmbH übernahm im Jahr 2016 allein in Bayern 14.699 Fälle (2015: 13.560). Davon wurden 9.024 Fälle (61 Prozent) vor Arbeitsgerichten verhandelt, 5.191 (35 Prozent) vor Sozialgerichten und 484 vor Verwaltungsgerichten. Bei den arbeitsrechtlichen Verfahren in der ersten Instanz entfiel der Großteil der Streitfälle auf die Themen Arbeitsentgelt (29 Prozent) sowie Kündigungen und Befristungen (22 Prozent). Im Sozialrecht dominierten Fragen der Arbeitslosenversicherung, der Grundsicherung für Arbeitssuchende, des Schwerbehindertenrechts und der Rentenversicherung.

Angesichts der hohen Zahl an arbeitsrechtlichen Verfahren stellt Matthias Jena fest:
„Trotz der guten Lage der bayerischen Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt mussten auch im letzten Jahr tausende Beschäftigte vor Gericht ziehen, um grundlegende Rechte durchzusetzen.

In fast 2.600 Verfahren ging es beispielsweise um etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte: Die Zahlung von im Tarif- oder Arbeitsvertrag vereinbarten Entgelten. Die Summe von fast 27 Millionen Euro, die der DGB Rechtsschutz allein vor bayerischen Arbeitsgerichten erstritten hat, lässt erahnen, in welchem Ausmaß sich manche Arbeitgeber rechtswidrig gegenüber ihren Beschäftigten verhalten.“

Die DGB Gewerkschaften bieten ihren Mitgliedern kostenlosen Rechtsschutz in Auseinandersetzungen rund um das Arbeitsleben, im Arbeits-, Sozial- und Beamtenrecht. Im Auftrag der Gewerkschaften vertritt die DGB Rechtsschutz GmbH die Rechte der Mitglieder. In Bayern ist der DGB Rechtsschutz mit 13 Büros vor Ort vertreten.

Verantwortlich: Daniel Fritsch
DGB Bayern

 
 



Montag, 6. März 2017

Ver.di kompakt Nr. 3 erschienen

Ver.di kompakt Augsburg

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

ab 2017 erscheint monatlich der bezirkliche Newsletter „ver.di kompakt“.
Mit dem neuen monatlichen Newsletter wollen wir Euch insbesondere über unsere regionalen Aktivitäten in Betrieben, Dienststellen und Ortsvereinen informieren.

Der neue Newsletter Nr. 3 hat u. a. folgende Themen:

- Zur Geschichte des Internationalen Frauentages
- Betriebsratsbehinderung bei C.H. Beck
- Lidl am Graben versucht BR-Mitglied zu kündigen


Ver.di kompakt findet ihr unter: www.augsburg.verdi.de

Dienstag, 21. Februar 2017

Sozialwahlen sind wichtig!




 Wir gestalten die Sozialversicherung mit!

 im April 2017 werden von der Deutschen Rentenversicherung, von der DAK, der TK und der KKH die Briefe für die Sozialwahlen verschickt, die Briefe der Barmer folgen im Herbst.
Bei der Sozialwahl entscheidet Ihr, wer in den nächsten Jahren in der Selbstverwaltung der Sozialversicherungen die Interessen der Versicherten vertritt.

Deshalb: ver.di wählen.

P.S. Sozialwahlen sind reine Briefwahlen. Bequem und portofrei.


Bitte sagt’s auch Euren Freunden:
Selbstverwaltung ist Selbstgestaltung. Sozialwahlen sind wichtig.
Und: Gewerkschaften sind die idealen Vertreter der Versicherteninteressen – nah bei den Menschen, nah bei der Arbeitswirklichkeit von heute.

Informationen zur Sozialwahl findet Ihr auf unseren Internetseiten:





Viola, die ver.di Versichertenälteste, ist „Heldin“ mehrerer Cartoon-Filme, die über die Sozialwahlen und die Selbstverwaltung informieren.
Du findest Sie im Internet unter: