Freitag, 16. Februar 2018

Wir sind es wert!

Es ist wieder soweit: Eine Tarifrunde im öffentlichen Dienst für den Bund und die Kommunen steht an. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind gut, die Steuereinnahmen der öffentlichen Haushalte steigen. Für 2018 werden Steuer-Mehreinnahmen von 30 Mrd. Euro bzw. vier Prozent erwartet. Es gibt also genug Spielraum, um auch die etwa 2,3 Millionen Beschäftigten an der guten ökonomischen Lage zu beteiligen.

Das ist dringend notwendig. Die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst leisten eine gute und wichtige Arbeit für uns alle. Das muss sich auch in ihrem Geldbeutel zeigen! Trotz zuletzt guter Erfolge in den Tarifrunden herrscht noch immer ein Entgelt-Rückstand gegenüber anderen Branchen. Seit dem Jahr 2000 sind die Tariflöhne und -gehälter insgesamt um 45 Prozent gestiegen. In der Metallindustrie sogar um 52 Prozent. Im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen betrug das Plus nur 40 Prozent.

Diese Entgelt-Lücke hat unmittelbare Konsequenzen. Öffentliche Arbeitgeber finden vielerorts nicht mehr das benötigte Personal. In Bauämtern, Kitas, Pflegeheimen, Krankenhäusern und anderswo bleiben Stellen unbesetzt. Stress und Zusatzbelastungen für die Beschäftigten sind die Folge. Und für Bürgerinnen und Bürger drohen sich Dienstleistungen zu verschlechtern, dringend benötigte Investitionen unterbleiben.

Auch deshalb brauchen wir kräftige Entgeltsteigerungen im öffentlichen Dienst!
 
 

Und nicht vergessen:

Am Dienstag ist Betriebsversammlung!
 



 

Freitag, 9. Februar 2018

Ganz aktuell: ver.di Augsburg kompakt – Februar 2018


 
 
 
 
 
 
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
die neue Ausgabe von ver.di Augsburg ist u. a. mit folgenden Themen online geschaltet:

·         2018 – Jahr des Mitglieds

·         Tarifverhandlungen bei Schoder Druck

·         Drucktarif bei Mayer & Söhne gesichert

·         Tarifrunde Deutsche Post AG
 


Diese Ausgabe findet ihr auch auf unserer Homepage:
 
 
 
Mit den besten Grüßen
ver.di Bezirk Augsburg

 
 

Montag, 5. Februar 2018

Drucktarife bis 2021 gesichert - es ist also möglich!

Drucktarif und Beschäftigung bei Mayer & Söhne am Druckstandort Aichach gesichert!
 
Nach langen Verhandlungen einigten sich Geschäftsführung und ver.di Ende 2017 auf neue Tarifverträge für den Druckstandort Aichach. Unterzeichnet wurde ein Tarifvertrag zur Standort-, Struktur- und Beschäftigungssicherung. Beide Vertragsparteien haben mit diesem Tarifvertrag, den Druckstandort und damit die Arbeitsplätze der Kolleginnen und Kollegen in Aichach langfristig gesichert. So sind u. a. betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30.06.2022 ausgeschlossen. Entsprechende Regelungen sind Ende November 2017 in Kraft getreten.
Im Gegenzug verzichten die Kolleginnen und Kollegen anteilig auf tarifliche Leistungen. Für die Beschäftigten in der Druckindustrie bleibt es jedoch bei der 35-Stunden-Woche. Auch Löhne und Gehälter, sowie die Erschwerniszuschläge werden entsprechend den Tarifverträgen der Druckindustrie bezahlt.

Zwischen Arbeitgeber und ver.di wurde gleichzeitig ein Firmentarifvertrag unterzeichnet, der die Drucktarife bis 30.06.2021 den Kolleginnen und Kollegen sichert.

Auf mehreren Mitglieder- und Informationsversammlungen informierten ver.di und der Betriebsrat die Kolleginnen und Kollegen über den jeweiligen aktuellen Stand, der teilweise sehr schwierigen Verhandlungen. In einer geheimen Abstimmung votierten zum Jahresende dann die Kolleginnen und Kollegen für die Annahme des Verhandlungsergebnisses bzw. der beiden Tarifverträge.

Dieses Beispiel macht wieder einmal deutlich, dass sich Arbeitgeber und ver.di auf Tarifverträge und eine Tarifbindung Druckindustrie einigen können, wenn man die Belange der Beschäftigten nicht ignoriert, sondern ernst nimmt und Tarifverträge nicht ideologisch verteufelt.

 
 

Montag, 29. Januar 2018

GroKO: Da ist mehr drin!

Deutschland sucht immer noch eine Regierung. Jetzt läuft es wohl auf die Neuauflage einer großen Koalition hinaus. Elefantenhochzeiten sind unbeliebt. Was aber unter dem Strich zählt, ist die Politik.
 
Nachdem Merkel, Schulz und Seehofer sondiert haben, zeigt sich, wohin die Reise geht. Die gute Nachricht zuerst: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden von einigen schwarzroten Verabredungen profitieren. CDU, CSU und SPD wollen Altersarmut mit einer Grundrente bekämpfen. Das Rentenniveau soll auch bei schlechter Konjunktur bis 2025 nicht unter 48 Prozent sinken. Die Erwerbsunfähigkeitsrente soll verbessert werden. Darüber hinaus will die GroKo die Arbeitgeber wieder zu gleichen Teilen zur Finanzierung der Krankenversicherung heranziehen sowie in Pflege und frühkindliche Bildung investieren.

Die schlechte Nachricht: Die Regierung im Wartestand stärkt nicht die Verhandlungsmacht der Beschäftigten. Sozialdemokratie und Union einigten sich nicht darauf, Tarifverträge durch eine erleichterte Allgemeinverbindlichkeit und eine kollektive Nachwirkung zu stärken. Zudem soll prekäre Beschäftigung nicht weiter zurückgedrängt werden. Die „Schwarze Null“, die Abschmelzung des Solidaritätszuschlags, die letztlich vor allem hohe Einkommen begünstigt, und eine Begrenzung der Sozialversicherungsbeiträge verhindern Zukunftsinvestitionen und bessere Sozialleistungen.

 

Dienstag, 23. Januar 2018

Kirchen rufen zur Betriebsratswahl auf!

Gemeinsamer Aufruf des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, und des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, zu den Betriebsratswahlen 2018. 

 

Vom 1. März bis 31. Mai 2018 finden in Deutschland wieder Betriebsratswahlen statt. Die Kirchen in Deutschland engagieren sich seit vielen Jahren auch mit den gewählten Arbeitnehmervertretungen in den Betrieben für eine menschliche, solidarische und gerechte Arbeitswelt. Sie tun dies im Bewusstsein, dass Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft Säulen der sozialen Marktwirtschaft sind und wesentlich zum sozialen und ökonomischen Erfolg dieser Wirtschaftsform beitragen.

Die Betriebsräte setzen sich für die Belange ihrer Kolleginnen und Kollegen ein und übernehmen dabei große Verantwortung. Diese Aufgabe erfordert hohe Kompetenz, Durchsetzungsvermögen, aber auch Ausdauer und Geschick. Deshalb danken wir allen, die sich in den vergangenen Jahren in den Betrieben für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung gestellt haben und sprechen ihnen auf diesem Weg unsere Anerkennung für ihren Einsatz aus.

Die künftigen Herausforderungen für die Arbeit der Betriebsräte werden von den Veränderungen der Erwerbsarbeit vorgegeben. In den kommenden Jahren stehen drei Entwicklungen besonders im Mittelpunkt:

1. Der Druck auf die Beschäftigten hat weiter zugenommen. Leistungsverdichtung und Mehrarbeit sind zu ständigen Begleitern der heutigen Erwerbsarbeit geworden. Steigende Anforderungen an die Flexibilität der Beschäftigten führen zu einer Entgrenzung der Arbeitszeit. Leistungsdruck und andauernde Überforderung tragen zu einer Zunahme psychischer Erkrankungen bei.

2. Durch die Integration von Flüchtlingen ins Erwerbsleben nehmen die Unternehmen und die Beschäftigten eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahr. Die Überwindung sprachlicher und kultureller Barrieren kann durch die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz gefördert werden, stellt aber auch eine große Herausforderung für alle Beteiligten dar.

3. Unter dem Stichwort „Arbeit 4.0“ wird aktuell die Digitalisierung der Arbeitswelt breit diskutiert. Auch wenn noch nicht alle Konsequenzen dieser Entwicklung absehbar sind, so stellt sich die Aufgabe, diesen Veränderungsprozess so zu gestalten, dass die erwerbstätigen Menschen Mitgestalter und Mitverantwortliche ihrer Arbeit bleiben.

Aufgrund der Veränderungen in der Arbeitswelt bedarf es öffentlicher Debatten, wie die Arbeit in Zukunft human gestaltet werden kann. Notwendig sind hierzu Leitbilder menschengerechter Arbeit. Damit Erwerbsarbeit nicht das ganze Leben bestimmt, braucht es auch Grenzen der Arbeit: Grenzen der Belastungen, Grenzen der zeitlichen Verfügbarkeit und Grenzen der Ökonomisierung. Für all dies gilt: Um das Ziel einer Humanisierung der Arbeit auf den Weg zu bringen, sind starke Interessensvertretungen in den Betrieben notwendig.

Wir ermutigen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich an den bevorstehenden Betriebsratswahlen zu beteiligen. Überlegen Sie bitte auch, ob Sie sich nicht selbst als Kandidatin oder Kandidat zur Verfügung stellen können. Betriebsräte und Arbeitnehmervertretungen leben von einer möglichst breiten Unterstützung sowie der Bereitschaft vieler, sich hierbei zu engagieren.

Reinhard Kardinal Marx und Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm
 
 

Montag, 15. Januar 2018

ver.di kompakt: Neue Ausgabe

Ganz aktuell: ver.di Augsburg kompakt – Januar 2018


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neue Ausgabe von ver.di Augsburg ist u. a. mit folgenden Themen online geschaltet:

Mehr von Dir…. Ist besser für uns alle!
Erneuter Warnstreik bei Schoder Druck
Wechsel im Personalrat am Klinikum Augsburg

Diese Ausgabe findet ihr auf unserer Homepage: www.augsburg.verdi.de


Mit den besten Grüßen
ver.di Bezirk Augsburg



Donnerstag, 4. Januar 2018

Erneuter Warnstreik bei Schoder Druck in Gersthofen

 

Beschäftigte zeigen sich kämpferisch und entschlossen!

Die Kolleginnen und Kollegen bei Schoder Druck in Gersthofen haben am 18. Dezember 2017, mit Beginn der Frühschicht erneut die Arbeit für 24 Stunden niedergelegt.
Ver.di hat seit Ende September die Warnstreiks ausgesetzt, um so der wirtschaftlichen Situation der Druckerei gerecht zu werden, das Klima für Tarifgespräche zu schaffen und der Geschäftsführung hier entgegenzukommen. Zusätzlich leisten die Beschäftigten aktuell in hohem Umfang Überstunden und Wochenendarbeit.
 
Enttäuscht zeigten sich dann die Kolleginnen und Kollegen auf der anschließenden Streikversammlung. Seit Anfang Oktober hat auch auf Veranlassung der Geschäftsführung eine Unternehmensberatung ihre Tätigkeit aufgenommen. Ein Restrukturierungsvorschlag liegt auf dem Tisch, jedoch mangelt es hier an der innerbetrieblichen Umsetzung. Allein Arbeitnehmerverzichte sind jedoch kein Weg um der Situation hier gerecht zu werden, so der einhellige Tenor der Kolleginnen und Kollegen.
Ganz deutlich kam auch zum Ausdruck, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht bereit sind, Verzichte und Opfer zu bringen, wenn andererseits die vorliegenden notwendigen Restrukturierungsvorschläge innerbetrieblich nicht umgesetzt werden. Dies ist ein zentraler Kritikpunkt der Beschäftigten, des Betriebsrats und ver.di, so ver.di-Sekretär Rudi Kleiber. Auch die Suche nach einem neuen Gesellschafter und/oder auch ein Verkauf der Traditionsdruckerei ist nicht mehr ausgeschlossen. All dies trägt aktuell nicht dazu bei, den Beschäftigten eine Perspektive zu bieten und das Betriebsklima insgesamt zu verbessern.


Solidarität von Betriebsseelsorge und KAB
Der Vertreter der kath. Betriebsseelsorge Hans Gilg und die Vertreterin der KAB Renate Hofner zeigten sich solidarisch mit den Forderungen der Kolleginnen und Kollegen von Schoder und sprachen Ihnen Mut zu. Tarifverträge sind ein Markenzeichen für Mindeststandarts und Sicherheit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Mit diesem erneuten Warnstreik sollte der Geschäftsführung nochmals sehr deutlich gemacht werden, dass sie endlich die Tarifgespräche, im Interesse der Beschäftigten, deren Arbeitsplätze und des Standortes Gersthofen mit ver.di aufnehmen. Die Kolleginnen und Kollegen sind sich auch einig, dass wenn die Geschäftsführung diese Signale der Beschäftigten nicht aufnimmt, weitere Warnstreiks folgen. Es liegt nun also an der Geschäftsführung, ihre Blockadehaltung aufzugeben.

Warnstreiks zeigen Wirkung
Seit 19. Dezember ist nun klar, dass die Tarifgespräche/ Verhandlungen beginnen. Am 8. Januar 2018 geht es los. Weitere Verhandlungstermine sind bereits terminiert.

Nur Tarifverträge bieten Schutz vor Verunsicherung und Einschüchterung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, so der Tenor der Beschäftigten auf den bisher stattgefundenen ver.di-Infoversammlungen, so Rudi Kleiber weiter.
 
 

Samstag, 30. Dezember 2017

Ein gutes Neues Jahr - Un Felice Anno Nuovo - A Happy New Year - Bonne année - С Новым Годом - Szczęśliwego Nowego Roku - Un Feliz Año Nuevo - Šťastný Nový Rok - Ευτυχισμένο το Νέο Έτος - Gott Nytt År!


 

Wir wünschen Euch bei Eurer Arbeit mehr Freude als Ärger,
 
mehr Erfolg als Enttäuschung
 
und nicht zuletzt viel Glück und Gesundheit!
 

Ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2018.
 

 Das Team der Blog-Redaktion!
 
 
 

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Frohe Weihnachten – Merry Christmas – Buon Natale – Feliz Navidad – Vrolijk Kerstfeest - Joyeux Noël - Veselé Vánoce!

 

Wir wünschen Euch

ein frohes Weihnachtsfest,

ein paar Tage Gemütlichkeit mit viel Zeit

zum Ausruhen und Genießen,

und zum Kräftesammeln für das neue Jahr 2018.

Ein Jahr ohne Seelenschmerzen und ohne Kopfweh,

ein Jahr ohne Sorgen, mit so viel Erfolg,

wie man braucht, um zufrieden zu sein,

und nur so viel Stress, wie man verträgt,

um gesund zu bleiben, mit so wenig Ärger wie möglich

und so viel Freude wie nötig,

um 365 Tage lang rundum glücklich zu sein.

Diesen Weihnachtsbaum der guten Wünsche

überreichen wir Euch mit herzlichen Grüßen.

 
Eure Blog Redaktion
 
 

Montag, 18. Dezember 2017

Hände weg vom Feierabend!

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die Arbeitgeber greifen das Arbeitszeitgesetz an, die tägliche Höchstarbeitszeit wollen sie flexibilisieren. Der Achtstundentag sei „passé“. Doch das Arbeitszeitgesetz ist ein wichtiges Schutzgesetz für uns alle. Die tägliche Höchstarbeitszeit muss begrenzt bleiben – auch aus arbeitsmedizinischen Gründen.
Die Zahl der Überstunden in Deutschland ist nach wie vor hoch. 2016 waren es über 1,8 Milliarden, mehr als die Hälfte unbezahlt. Dennoch bekommen die Arbeitgeber den Hals nicht voll. Einige wollen sogar Heiligabend die Läden öffnen. Jetzt holen sie zum Generalangriff auf das Arbeitszeitgesetz aus. Ihr Präsident Ingo Kramer hält den Achtstundentag für „passé“. Eine radikale Flexibilisierung soll her.

Solche Forderungen gehen zu Lasten der Beschäftigten: Schon heute fehlen vielen von ihnen nach Feierabend die Energie und die Zeit, um Arbeit und Privates miteinander in Einklang zu bringen. Wer nachts arbeitet, ausufernde Arbeitszeiten hat oder ständig erreichbar sein muss, leidet oft auch gesundheitlich.
 


Die Vorstellungen der Arbeitgeber sind aber noch aus einem weiteren Grund absurd und gefährlich: Nach acht Arbeitsstunden sinkt die Konzentration, das Unfallrisiko steigt. Gefährdet sind dann nicht nur die Beschäftigten selbst, sondern etwa – in der Pflege – auch Patienten oder – im öffentlichen Verkehr – andere Verkehrsteilnehmerinnen.

ver.di sagt: Das Arbeitszeitgesetz ist ein Schutzgesetz für uns alle. Die tägliche Höchstarbeitszeit muss begrenzt bleiben – auch aus guten arbeitsmedizinischen Gründen. Statt noch mehr Flexibilisierung zu Gunsten der Arbeitgeber, brauchen die Beschäftigten mehr eigene Gestaltungsmöglichkeiten. Die Arbeitszeit muss zum Leben passen, nicht andersrum.