Montag, 15. Januar 2018

ver.di kompakt: Neue Ausgabe

Ganz aktuell: ver.di Augsburg kompakt – Januar 2018


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neue Ausgabe von ver.di Augsburg ist u. a. mit folgenden Themen online geschaltet:

Mehr von Dir…. Ist besser für uns alle!
Erneuter Warnstreik bei Schoder Druck
Wechsel im Personalrat am Klinikum Augsburg

Diese Ausgabe findet ihr auf unserer Homepage: www.augsburg.verdi.de


Mit den besten Grüßen
ver.di Bezirk Augsburg



Donnerstag, 4. Januar 2018

Erneuter Warnstreik bei Schoder Druck in Gersthofen

 

Beschäftigte zeigen sich kämpferisch und entschlossen!

Die Kolleginnen und Kollegen bei Schoder Druck in Gersthofen haben am 18. Dezember 2017, mit Beginn der Frühschicht erneut die Arbeit für 24 Stunden niedergelegt.
Ver.di hat seit Ende September die Warnstreiks ausgesetzt, um so der wirtschaftlichen Situation der Druckerei gerecht zu werden, das Klima für Tarifgespräche zu schaffen und der Geschäftsführung hier entgegenzukommen. Zusätzlich leisten die Beschäftigten aktuell in hohem Umfang Überstunden und Wochenendarbeit.
 
Enttäuscht zeigten sich dann die Kolleginnen und Kollegen auf der anschließenden Streikversammlung. Seit Anfang Oktober hat auch auf Veranlassung der Geschäftsführung eine Unternehmensberatung ihre Tätigkeit aufgenommen. Ein Restrukturierungsvorschlag liegt auf dem Tisch, jedoch mangelt es hier an der innerbetrieblichen Umsetzung. Allein Arbeitnehmerverzichte sind jedoch kein Weg um der Situation hier gerecht zu werden, so der einhellige Tenor der Kolleginnen und Kollegen.
Ganz deutlich kam auch zum Ausdruck, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht bereit sind, Verzichte und Opfer zu bringen, wenn andererseits die vorliegenden notwendigen Restrukturierungsvorschläge innerbetrieblich nicht umgesetzt werden. Dies ist ein zentraler Kritikpunkt der Beschäftigten, des Betriebsrats und ver.di, so ver.di-Sekretär Rudi Kleiber. Auch die Suche nach einem neuen Gesellschafter und/oder auch ein Verkauf der Traditionsdruckerei ist nicht mehr ausgeschlossen. All dies trägt aktuell nicht dazu bei, den Beschäftigten eine Perspektive zu bieten und das Betriebsklima insgesamt zu verbessern.


Solidarität von Betriebsseelsorge und KAB
Der Vertreter der kath. Betriebsseelsorge Hans Gilg und die Vertreterin der KAB Renate Hofner zeigten sich solidarisch mit den Forderungen der Kolleginnen und Kollegen von Schoder und sprachen Ihnen Mut zu. Tarifverträge sind ein Markenzeichen für Mindeststandarts und Sicherheit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Mit diesem erneuten Warnstreik sollte der Geschäftsführung nochmals sehr deutlich gemacht werden, dass sie endlich die Tarifgespräche, im Interesse der Beschäftigten, deren Arbeitsplätze und des Standortes Gersthofen mit ver.di aufnehmen. Die Kolleginnen und Kollegen sind sich auch einig, dass wenn die Geschäftsführung diese Signale der Beschäftigten nicht aufnimmt, weitere Warnstreiks folgen. Es liegt nun also an der Geschäftsführung, ihre Blockadehaltung aufzugeben.

Warnstreiks zeigen Wirkung
Seit 19. Dezember ist nun klar, dass die Tarifgespräche/ Verhandlungen beginnen. Am 8. Januar 2018 geht es los. Weitere Verhandlungstermine sind bereits terminiert.

Nur Tarifverträge bieten Schutz vor Verunsicherung und Einschüchterung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, so der Tenor der Beschäftigten auf den bisher stattgefundenen ver.di-Infoversammlungen, so Rudi Kleiber weiter.
 
 

Samstag, 30. Dezember 2017

Ein gutes Neues Jahr - Un Felice Anno Nuovo - A Happy New Year - Bonne année - С Новым Годом - Szczęśliwego Nowego Roku - Un Feliz Año Nuevo - Šťastný Nový Rok - Ευτυχισμένο το Νέο Έτος - Gott Nytt År!


 

Wir wünschen Euch bei Eurer Arbeit mehr Freude als Ärger,
 
mehr Erfolg als Enttäuschung
 
und nicht zuletzt viel Glück und Gesundheit!
 

Ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2018.
 

 Das Team der Blog-Redaktion!
 
 
 

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Frohe Weihnachten – Merry Christmas – Buon Natale – Feliz Navidad – Vrolijk Kerstfeest - Joyeux Noël - Veselé Vánoce!

 

Wir wünschen Euch

ein frohes Weihnachtsfest,

ein paar Tage Gemütlichkeit mit viel Zeit

zum Ausruhen und Genießen,

und zum Kräftesammeln für das neue Jahr 2018.

Ein Jahr ohne Seelenschmerzen und ohne Kopfweh,

ein Jahr ohne Sorgen, mit so viel Erfolg,

wie man braucht, um zufrieden zu sein,

und nur so viel Stress, wie man verträgt,

um gesund zu bleiben, mit so wenig Ärger wie möglich

und so viel Freude wie nötig,

um 365 Tage lang rundum glücklich zu sein.

Diesen Weihnachtsbaum der guten Wünsche

überreichen wir Euch mit herzlichen Grüßen.

 
Eure Blog Redaktion
 
 

Montag, 18. Dezember 2017

Hände weg vom Feierabend!

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die Arbeitgeber greifen das Arbeitszeitgesetz an, die tägliche Höchstarbeitszeit wollen sie flexibilisieren. Der Achtstundentag sei „passé“. Doch das Arbeitszeitgesetz ist ein wichtiges Schutzgesetz für uns alle. Die tägliche Höchstarbeitszeit muss begrenzt bleiben – auch aus arbeitsmedizinischen Gründen.
Die Zahl der Überstunden in Deutschland ist nach wie vor hoch. 2016 waren es über 1,8 Milliarden, mehr als die Hälfte unbezahlt. Dennoch bekommen die Arbeitgeber den Hals nicht voll. Einige wollen sogar Heiligabend die Läden öffnen. Jetzt holen sie zum Generalangriff auf das Arbeitszeitgesetz aus. Ihr Präsident Ingo Kramer hält den Achtstundentag für „passé“. Eine radikale Flexibilisierung soll her.

Solche Forderungen gehen zu Lasten der Beschäftigten: Schon heute fehlen vielen von ihnen nach Feierabend die Energie und die Zeit, um Arbeit und Privates miteinander in Einklang zu bringen. Wer nachts arbeitet, ausufernde Arbeitszeiten hat oder ständig erreichbar sein muss, leidet oft auch gesundheitlich.
 


Die Vorstellungen der Arbeitgeber sind aber noch aus einem weiteren Grund absurd und gefährlich: Nach acht Arbeitsstunden sinkt die Konzentration, das Unfallrisiko steigt. Gefährdet sind dann nicht nur die Beschäftigten selbst, sondern etwa – in der Pflege – auch Patienten oder – im öffentlichen Verkehr – andere Verkehrsteilnehmerinnen.

ver.di sagt: Das Arbeitszeitgesetz ist ein Schutzgesetz für uns alle. Die tägliche Höchstarbeitszeit muss begrenzt bleiben – auch aus guten arbeitsmedizinischen Gründen. Statt noch mehr Flexibilisierung zu Gunsten der Arbeitgeber, brauchen die Beschäftigten mehr eigene Gestaltungsmöglichkeiten. Die Arbeitszeit muss zum Leben passen, nicht andersrum.

Freitag, 15. Dezember 2017

Neu bei ver.di TV!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hier unser aktueller ver.di TV-Newsletter.

Unsere aktuellen Videos:

Gibt es bei Dir einen Betriebsrat?
Gibt es bei Dir einen Betriebsrat? Hättest oder hast Du schon mal einen Betriebsrat gebraucht? Hast Du schon mal darüber nachgedacht selbst einen zu gründen? NOCH FRAGEN? ist eine  Straßenumfrage zu Themen, die uns alle bewegen. Du kannst bestimmen, welche Frage wir stellen. Schreib uns einfach! verdi.tv@verdi.de oder auf facebook.com/verdi.2.0
http://bit.ly/2AUiyfK

Transportgewerbe: Arbeitgeber mauern
Hessen: Die Tarifverhandlungen im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe sind schleppend gelaufen. Dabei arbeiten allein in Hessen rund 50.000 Menschen in dieser Branche: in Speditionen, in Logistikbetrieben, bei Paketdiensten, Umzugsunternehmen und bei Kurierdiensten. Doch auf die gewünschten Forderungen waren die Arbeitgeber auch nach der 2. Verhandlung nicht eingegangen. Die Beschäftigten demonstrierten – mit einer Mauer!
http://bit.ly/2A7wjbh

Um Himmels Willen – Entlastung jetzt!
Erstmals hat nun auch das Pflegepersonal eines katholischen Krankenhauses, des Marienhausklinikums in Ottweiler, gestreikt. Die Streikenden machten deutlich, dass die Überlastung des Krankenhauspersonals auch in Häusern unter kirchlicher Trägerschaft kein Deut besser ist, als in anderen deutschen Kliniken. Mit der massenhaften Unterstützung, die sie seitens Bürger/innen und Beschäftigten anderer Branchen bekamen, hatte niemand gerechnet...
http://bit.ly/2glOPnu

ver.di - klingt gut, kommt rein!
Der Berliner ver.di-Chor ist einer von zahlreichen Gewerkschafts-Chören in Deutschland. Jede Woche treffen sich Jung und Alt im ver.di-Gewerkschaftshaus an der Spree, um in Gemeinschaft zu singen. Wer noch mitsingen mag: immer dienstags von 18 bis 20:30 Uhr in der ver.di-Bundesverwaltung Berlin, Paula-Thiede-Ufer 10
http://bit.ly/2iXczzE

Diese und viele andere interessante Filme rund um das Thema Arbeit und Gewerkschaft gibt es in unserer Mediathek zu sehen:
https://www.verdi.de/verditv
Wir freuen uns über Verbreitung via Facebook, Twitter & Co. und über Anregungen und Hinweise auf interessante Aktionen und Themen. Auch für Auftragsproduktionen könnt ihr uns gern ansprechen.

Viele Grüße
Eure ver.di TV-Redaktion
 
 

Freitag, 8. Dezember 2017

Ganz aktuell: ver.di Augsburg kompakt – November/Dezember 2017!










Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neue Ausgabe von ver.di Augsburg ist u. a. mit folgenden Themen online geschaltet:


  • Deutscher Personalräte-Preis für Personalrat am Klinikum Augsburg
  • Aktivenkonferenz 2017
  • Ein Schildbürgerstreich im Landkreis Donau-Ries?
  • Black Friday bei Amazon
  • Seminarangebote für Aktive

Diese Ausgabe findet ihr auch auf unserer Internetseite: www.augsburg.verdi.de


Mit den besten Grüßen
ver.di Bezirk Augsburg


Dienstag, 5. Dezember 2017

Unermüdlich kämpfen die Beschäftigten für Tarifbindung bei Amazon


  „Nikolaus Streiktag“ bei Amazon – Beschäftigte fordern existenzsichernde Tarifverträge




Im Kampf um existenzsichernde Arbeitsbedingungen und gegen die drohende Altersarmut durch Tarifverträge bei Amazon, werden die Beschäftigten am Amazon Standort in Graben bei Augsburg am Montag, den 4.12.2017 mit Beginn der Nachtschicht erneut zum Streik aufgerufen. Gerade im Kampf um gute und gesunde Arbeit sind diese existenzsichernden Tarifverträge ein zentraler Schritt. Kurz vor dem Nikolaustag wollen die Beschäftigten wieder auf sich aufmerksam machen.
„Die Beschäftigten bei Amazon sind genau diejenigen, die im Alter von der Altersarmut betroffen sind. Dass Amazon nach wie vor Tarifverhandlungen ablehnt, ist schon frech. Höhere Einkommen z.B. durch tarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind für die Amazon-beschäftigten heute schon von Bedeutung. Zentral ist, dass solche tarifvertraglichen Leistungen einen wichtigen Schritt gegen die drohende Altersarmut darstellen“, so Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben.


Ein tariflich abgesichertes Weihnachtsgeld ist gerade auch für die Amazon Beschäftigten so wichtig. Und für den hervorragenden Job, den sie tagtäglich machen, haben sie es auch mehr als verdient “, erklärte Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben.
„Der Kampf um existenzsichernde Tarifverträge bei Amazon hat nicht nur elementare Bedeutung für die Beschäftigten bei Amazon selbst, sondern für den gesamten Einzelhandel. Wenn transnationale Konzerne sich Wettbewerbsvorteile auf dem Rücken der Beschäftigten verschaffen, heizt dies den ruinösen Verdrängungswettbewerb im Handel noch weiter an“, so Hubert Thiermeyer, Leiter in ver.di für den Handel in Bayern.


Montag, 27. November 2017

„Black Friday“ bei Amazon- Beschäftigte müssen im Mittelpunkt stehen



Amazon – Gründer besitzt 100 Milliarden Dollar und verweigert den Beschäftigten tarifliche Mindeststandarts!

Zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts inszenierte Amazon am 24.11.2017 weltweit den „Black Friday“. Top Preise, gute Qualität und das Lieferversprechen sind Amazons Werbemittel. An diesem Tag mussten die Beschäftigten wieder weit über Ihre Leistungsgrenzen gehen. Dass die Arbeitsbedingungen bei Amazon nicht optimal sind, ist unstrittig. Deshalb fordert ver.di Amazon auf, einen Tarifvertrag zu vereinbaren, der die Gesundheit der Beschäftigten in den Mittelpunkt stellt.

Ver.di fordert Tarifvertrag zu gesundheitsfördernder Arbeit
„Ob es Amazon wahr haben will oder nicht, die Wahrheit ist, dass die Arbeitsbedingungen in Graben nicht gut sind. Die tägliche hohe psychische und physische Belastung macht krank. Ein eindeutiges Zeichen dafür, ist der nach wie vor hohe Krankenstand in Graben. Genau deswegen fordern wir Amazon auf mit uns einen Tarifvertrag zu vereinbaren der einen nachhaltigen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten regelt. Ein Obsttag in der Woche oder ein Gesundheitstag im Jahr sind völlig ungenügend. “, so Thomas Gürlebeck, ver.di Sekretär aus Augsburg in Graben.

Streik um Tarifbindung im Einzel- und Versandhandelstarifvertrag werden am 24. und 27.11.2017 fortgesetzt
„Wir sagen heute, Weihnachten steht vor der Tür – wir auch! Denn es kann und darf nicht sein, dass die Beschäftigten für ihre hervorragende Arbeit nicht einmal zu Weihnachten tarifliches ein Weihnachtsgeld bekommen. Wir bleiben hier hartnäckig und die Kolleginnen und Kollegen sind entschlossen, weiter zu kämpfen.“, so Thomas Gürlebeck weiter. „Auch dass Amazon darauf verweist, dass man lieber direkt ohne ver.di mit den Beschäftigten Arbeitsbedingungen regeln will und dass dies besser sei, ist eine Farce. Aktuell ist es so, dass Amazon einen Bonus vor Weihnachten bezahlen möchte. Hier ist der Betriebsrat bei der Verteilung zu beteiligen. Der Betriebsrat in Graben wollte nun seinen gesetzlichen Auftrag wahrnehmen und mit Amazon die Verteilung regeln. Als Reaktion teile Amazon dem Betriebsrat und dessen Anwalt mit, dass wenn der Betriebsrat sein Recht im Sinne der Beschäftigten ausüben wird, es keine Bonuszahlung geben wird. Dies ist nichts anders als eine Drohung und man könnte es auch als Erpressung auslegen,“ zeigt sich Gürlebeck empört.

Die Beschäftigten wurden am 23.11.2017 ab 22:00 Uhr in den Ausstand aufgerufen. Am Freitag, den 24.11.2017 um 7:00 trafen sich die Streikenden vor dem Lagereingang zu einer Streikkundgebung mit dem Motto: “Keine verbindlichen Tarifverträge für uns, heißt keine pünktliche Lieferung für Kunden“. Der Warnstreik wird am Montag, 27.11.2017 fortgesetzt.

Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben
 
 
 


 

Montag, 20. November 2017

Die Politik ist gefordert!

Mit oder ohne Tarifvertrag?


Seit zwei Jahrzehnten schwindet die Reichweite von Tarifverträgen. Das, was ver.di, IG Metall und Co. aushandeln, kommt heute nur noch bei drei von fünf Beschäftigten an. Seit 2001 ist die Zahl der Beschäftigten mit Tarifschutz um fast 1,3 Mio. Menschen zurückgegangen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten ohne Tarifvertrag um 4,3 Mio. Personen.

Weniger Tarifschutz bedeutet:
weniger Lohn, 
längere Arbeitszeiten, 
unsichere Jobs, 
weniger Urlaub und 
weniger Entwicklungschancen. 
Zudem wachsen ohne Tarifverträge die Einkommensunterschiede.

Politik kann Tarifverträge stärken. Dafür müssen prekäre Jobs eingedämmt werden. Zudem müssen Tarifverträge verbindlicher gemacht werden – sie sollten künftig so lange kollektiv nachwirken, bis ein neuer Tarifvertrag an ihre Stelle tritt. Ferner muss es einfacher werden, Tarifverträge als allgemeinverbindlich zu erklären. Dann können sich Arbeitgeber ihnen nicht mehr entziehen.

Quelle: www.wipo.verdi.de